Drei entscheidende Phasen für nachhaltige Photovoltaik

1. Zugebaute Solarkapazität verringert den Ausstoß neuer Treibhausgase, indem sie fossile Energieträger ersetzt (rote Kurven: jährliche Reduktion der Emissionsintensität). Dank verbesserter Wirkungsgrade kann das auch auf bestehenden Solarflächen gelingen.
2. Mit immer mehr Photovoltaik (blaue Kurven: jährlicher Zubau an Modulfläche) wächst allerdings der Materialbedarf für die Herstellung der Module. Hier kommt es darauf an, den Anteil an kritischen Materialien möglichst gering zu halten.
3. Nach einiger Zeit erreichen die Module das Ende ihrer Lebensdauer. Für die Abfälle (grüne Kurven: jährlich anfallender Schrott) braucht es effektives Recycling.

Drei Kurven zeigen Entwicklungen beim Ausbau von Photovoltaik: Emissionsreduktion (ein Peak um das Jahr 2030), zunehmende Modulfläche (erst exponentiell, dann ab etwa 2024 grob linear) und entstehender Schrott (mit etwa 30 Jahren Verzögerung nach dem Wachstum der Modulfläche)
Die Kurven zeigen Berechnungen auf Basis unterschiedlicher Szenarien (durchgezogene Linien: langfristige Erwärmung unter 1,5 Grad nach kurzzeitiger Überschreitung; gepunktet: Erwärmung unter 2 Grad; gestrichelt: bisherige Politik).
Grafik: Spektrum der Wissenschaft Quelle: Wagner, L. et al., Nature Reviews Clean Technology 10.1038/s44359-025-00129-y, 2026, Fig. 2d
Spektrum (grau)