Bindungsenergie der Atomkerne

Die Protonen und Neutronen (gemeinsam als Nukleonen bezeichnet) sind im Kern eines Atoms aneinander gebunden. In verschiedenen Elementen und ihren Isotopen (neutronenreichere oder -ärmere Varianten) halten sie unterschiedlich stark zusammen. Wasserstoff besitzt nur ein einziges Proton und damit keine Bindungsenergie; seine Isotope Deuterium und Tritium haben ebenfalls sehr wenig. Wenn solche Kerne zu einem Kern mit mehr Bindungsenergie pro Nukleon verschmelzen, wird die Energiedifferenz frei. Das ist die Grundlage der Kernfusion, bei der in Sternen zunehmend schwerere Elemente entstehen, bis hin zu Eisen. Bei massereicheren Elementen sinkt wieder die Bindungsenergie pro Nukleon. Daher wird bei der Spaltung sehr schwerer Atomkerne wie Uran ebenfalls Energie frei.